Die 3bGK besucht das Parlament in Wien
„Eis und Schnee? Überfüllter Zug? Fehlende Waggons? Verspätung? Egal – die 3bGK marschiert gen Wien!“
Ein epischer Abenteuerbericht.
Der 13. Jänner 2026 startet nicht wie ein gewöhnlicher Schultag. Er begann wie ein Kapitel aus einem Survival‑Handbuch. Während ein Teil der Klasse krank zu Hause lag, machte sich eine neunköpfige Eliteeinheit – bestehend aus Jakob, Seyma, Verena, Thomas, Julian, Helena, Merisa, Barbara und Marco – auf den Weg nach Wien. Was als Exkursion geplant war, entwickelte sich rasch zu einer Mischung aus Abenteuerfilm, Komödie und Charaktertest.
- Die Hinfahrt 1 – oder: „Reservierte Plätze? Welche reservierten Plätze?“
Schon am Bahnhof wurde klar: Das Universum hatte Humor.
Der Zug kam, aber ohne die Waggons, in denen die reservierten Plätze der 3bGK gewesen wären. Die Gruppe stand also vor der Wahl: Aufgeben oder sich in den überfüllten Zug quetschen. Natürlich entschieden sie sich für Variante zwei.
Bis Linz war der Zug so voll, dass man sich kaum bewegen konnte. Die Lehrlinge standen, hingen, balancierten und entwickelten spontan eine Art Gruppenchoreografie, um nicht umzufallen. Wer behauptet, man könne im Zug nicht näher zusammenrücken, hat diese Fahrt nicht erlebt.
- Hinfahrt 2 – Verspätung, Verspätung und wir fahren rückwärts
Ab Linz gabs zwar Sitzplätze aber nach einem Halt auf der Strecke bewegte sich der Zug plötzlich retour. Mit 1,5 h Verspätung trudelten die „Unstoppables“ doch noch in Wien ein.
- Eis und Schnee – die rutschige Prüfung
Kaum in Wien angekommen, wartete die nächste Herausforderung: Eis - leider nicht im Stanitzel, sondern auf der Straße. Der Gehsteig war so glatt, dass selbst Pinguine vorsichtig gegangen wären. Doch die 3bGK stapfte entschlossen weiter. Ein bisschen wie eine Expedition zum Südpol, nur mit Taschen statt Schlittenhunden.
- Das Parlament – kurz, aber intensiv
Im österreichischen Parlament angekommen, blieb wegen der Verzögerungen nur Zeit für eine verkürzte Führung. Doch was heißt hier „nur“? Die Gruppe schaffte es direkt in den Plenarsaal – quasi ins Herzstück jeder Parlamentsführung. Dort erfuhren die Schüler:innen, wie Gesetze entstehen, wie hitzige Debatten ablaufen und warum Mikrofone manchmal wichtiger sind als Schwerter.
- Das Gespräch – wie läufts mit unserer Demokratie?
Nach der Theorie wartete die Praxis in Form eines ausführlichen Gespräches mit der Nationalratsabgeordneten Leonore Gewessler.
Die Lehrlinge hatten eine beeindruckende Themenpalette im Gepäck:
• Wie sieht der Tagesablauf einer Politikerin aus?
• Was bedeutet das Mercosur‑Abkommen für Österreich?
• Warum ist das Renaturierungsgesetz so wichtig?
• Wie beeinflusst Donald Trump die Weltpolitik?
• Welche Argumente gibt es rund um das Kopftuchverbot?
Gewessler zeigte sich sichtbar beeindruckt vom Wissen, der Reife und der Ernsthaftigkeit der Gruppe.
Die Schüler:innen wiederum waren überrascht, wie natürlich, offen und interessiert die Politikerin auf ihre Fragen einging und wie sehr sie sich für ihre Lebensrealitäten interessierte. Es war kein steifes Politiker:innengespräch, sondern ein echter Austausch auf Augenhöhe.
- Erlebnis Europa – EU zum Anfassen
Am Nachmittag ging es weiter zum Erlebnis Europa. Dort konnten die neun Abenteurer:innen endlich durchatmen und gleichzeitig in die Welt der EU eintauchen. Ein Workshop, interaktive Stationen, Simulationen und eine multimediale Installation machten klar: Europa ist kompliziert, aber ziemlich spannend, wenn man es nicht nur aus dem Schulbuch kennt.
- Heimfahrt – die wohlverdiente Ruhe
Nach all den Herausforderungen war die Rückfahrt fast schon erholsam. Keine fehlenden Waggons, keine überfüllten Gänge, kein Eis. Nur eine leicht erschöpfte 3bGK auf ihren reservierten Plätzen, die für einen Test in politischer Bildung lernt. ????
Sonja Ausserer-Stockhamer
