Exkursion im Rahmen der Genussland OÖ Zusatzausbildung zur/zum Regionalbot-schafter*in

Im Zuge der Genussland Oberösterreich Zusatzausbildung zur/zum Regionalbotschafter*in unternahmen unsere Schüler*innen eine spannende Exkursion zu zwei herausragenden regionalen Betrieben im Mühlviertel. Ziel war es, Regionalität, nachhaltige Produktion und handwerkliche Lebensmittelherstellung unmittelbar zu erleben.

 

Besuch bei der Bäckerei Bräuer – Mühlviertler Naturbäcker

 

Unser erster Halt führte uns zur Bäckerei Bräuer in Hirschbach, einem traditionellen Familienbetrieb, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1894 zurückreichen. Die Naturbäckerei steht für reines Handwerk, regionale Zutaten und bestes heimisches Getreide, das zum Großteil aus biologischem Anbau stammt.

 

Besonders beeindruckend war die konsequente Haltung des Betriebes:

  • Es werden keine industriellen Vormischungen verwendet. Stattdessen entsteht der Natursauerteig täglich frisch im eigenen Haus.
  • Die handwerkliche Verarbeitung sorgt für hochwertige Brot- und Gebäcksorten, darunter das bekannte Steinofenbrot, verschiedene Dinkelspezialitäten sowie die beliebten „Kekse mit Sinn“, die mit besonderen Gewürzmischungen und regionalem Dinkelmehl hergestellt werden.
  • Die Innovationsfreude zeigte sich in saisonalen Produkten und Spezialkreationen wie dem Pane Nero einem schwarz eingefärbtem Spezialbaguette für die Grillsaison.

 

Unsere Schülerinnen bekamen einen tiefen Einblick in die Werte des Betriebs. Regionalität, Qualität und traditionelles Handwerk. Genau jene Themen, die auch im Rahmen der Regionalbotschafterinnen Ausbildung im Mittelpunkt stehen.

 

Besuch der österreichischen Bergkräutergenossenschaft in Hirschbach

 

Anschließend besuchten wir die Bergkräutergenossenschaft in Hirschbach, ein echtes Aushängeschild für biologische Landwirtschaft im Mühlviertel. Seit 1986 schließen sich hier zahlreiche Kräuterbäuerinnen und -bauern zusammen, um hochwertige BIO-Kräuter und Gewürze zu produzieren.

 

Was die Schüler*innen besonders faszinierte:

  • Die Kräuter wachsen auf kleinen, naturbelassenen Feldern auf 500–900 m Seehöhe, wo sie dank des Klimas langsam wachsen und besonders aromatisch werden.
  • Die schonende Weiterverarbeitung – vom Trocknen direkt am Hof bis zur sorgfältigen Endverarbeitung – gewährleistet höchste Qualität ohne künstliche Zusatzstoffe.
  • In einer spannenden Präsentation erfuhren die Schüler*innen den gesamten Weg der Kräuter. Vom Samenkorn über die Ernte bis zur Abfüllung.
  • Die abschließende Verkostung der Kräutertees und Gewürze bot ein sensorisches Erlebnis und zeigte, wie viel Handarbeit und Know-how in jedem Produkt steckt.

 

Dieser Besuch unterstrich eindrucksvoll, wie regionale Landwirtschaft und nachhaltige Produktionsprozesse miteinander verbunden sind. Dies stellt einen zentralen Gedanken von Genussland Oberösterreich dar. 

 

Ein besonderer Dank gilt Josef Lehner, Geschäftsführer von Genussland Oberösterreich, der die Exkursion organisierte und mit großem Engagement unterstützt hat. 

 

Die Exkursion war für unsere Schüler*innen eine wertvolle Ergänzung zur theoretischen Ausbildung. Regionalität wurde erlebbar, Nachhaltigkeit verständlich und handwerkliche Lebensmittelproduktion greifbar. Solche Einblicke motivieren und stärken das Bewusstsein für hochwertige heimische Produkte. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur/zum Regionalbotschafter*in.