Grenzenlos lernen: Die 3cGK in Straßburg

Grenzenlos lernen: Die 3cGK der Berufsschule Wels 3 und die Stauffenbergschule Frankfurt reisen mit Erasmus+ nach Straßburg

 

Am 9. März begann für die 3cGK eine lang vorbereitete Reise nach Straßburg am Bahnhof in Wels. 

Die mehrtägige Exkursion unserer rd. 20-köpfigen Klasse war ein gemeinsames Erasmus+-Projekt mit der deutschen Stauffenbergschule aus Frankfurt. Begleitet wurden wir von unseren Lehrkräften Sonja Ausserer-Stockhamer und Petra Hamader. Die hessischen Kolleg:innen und ihre Lehrperson, Sascha Robetje, trafen wir dann gleich nach einer rd. 7-stündigen Zugfahrt bei unserer Ankunft im Hotel.  

Den ersten Abend ließen wir gemeinsam entspannt ausklingen und machten einen Spaziergang durch die Stadt zum Restaurant Flam’s. Dort genossen wir in großer Runde typisch elsässischen Flammkuchen. Durch verschiedene Kennenlernspiele entstand schnell eine lockere und offene Atmosphäre, wodurch die beiden Gruppen rasch zusammenfanden. Anschließend machten wir uns gemeinsam auf den Rückweg, um fit für den nächsten Tag zu sein.

 

Dienstag, 10.03.
Schon im Vorfeld hatten wir und intensiv mit jenen Personen und Institutionen auseinandergesetzt, die wir dort besuchen würden. Nun war es endlich soweit.

Der Tag begann mit dem gemeinsamen Besuch des Europäischen Parlaments. Während einige von uns zu Fuß unterwegs waren, nutzten andere die öffentlichen Verkehrsmittel – dennoch standen das gemeinsame Erleben und der Austausch zwischen den beiden Schulen stets im Mittelpunkt.

Nach dem Security-Check wurden wir freundlich von Herrn Medl, einem Mitarbeiter des Europäischen Parlaments, empfangen und trafen kurz darauf den österreichischen EU-Abgeordneten Hannes Heide. Er beantwortete zahlreiche Fragen und gab uns spannende Einblicke in seinen Arbeitsalltag sowie in das Leben als Politiker auf europäischer Ebene. Besonders interessant war dabei, die unterschiedlichen Perspektiven und Fragen der österreichischen und deutschen Schüler:innen zu hören.

 

Auch die deutsche Abgeordnete Sabrina Repp nahm sich Zeit für unsere Gruppe. Sie sprach offen darüber, wie es ist, als junge Frau in der europäischen Politik tätig zu sein, und beantwortete viele Fragen aus beiden Schulgruppen.

Nach dem Mittagessen arbeiteten wir in deutsch-österreichischen Kleingruppen an einem Quiz über Simone Veil und das Europäische Parlament. Dabei wurde nicht nur unser Wissen erweitert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Schüler:innen beider Schulen gestärkt.


Gegen 16:15 trafen wir im nahe gelegenen Europarat ein und erhielten dort Einblicke in dessen Geschichte und Aufgabenbereiche. Ein besonderes Highlight war das anschließende Gespräch mit Österreichs Ständiger Vertreterin, Aloisia Wörgetter. Aus der Fragerunde entwickelte sich schnell eine lebendige Diskussion über politische und gesellschaftliche Themen, an der sich alle aktiv beteiligen konnten. Zurück im Hotel fand schließlich die Siegerehrung zum nachmittäglichen Simon-Veil-Quiz statt, bei der vor allem der gemeinsame Spaß im Vordergrund stand.


Mittwoch, 11.03.
Am Mittwochmorgen starteten wir nach einem gemeinsamen Frühstück mit der Bootsfahrt „Straßburg zu Wasser“ in den Tag. Die kommentierte Tour begann nahe der „Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg“ und führte uns entlang der Ill durch Stadtteile wie „Petite France“ und das Europaviertel. Während der Fahrt ergaben sich viele Gespräche und neue Bekanntschaften zwischen uns Lehrlingen.

Nach dem Mittagessen begann eine Schnitzeljagd durch Straßburg. In gemischten Gruppen hatten wir die Aufgabe, verschiedene Sehenswürdigkeiten zu finden und kreative Fotos mit unterschiedlichen Aufgaben zu machen. Unsere Route führte uns unter anderem vom „Place Gutenberg“ zu den „Ponts Couverts“ und bis zur Straßburger Oper „L’Opéra“. Die gemeinsame Zusammenarbeit machte die Aufgaben nicht nur einfacher, sondern auch besonders unterhaltsam.

Nach einer kurzen Reflexionsrunde stand uns der restliche Tag zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit, um weiterhin gemeinsam die Stadt zu erkunden und die neu entstandenen Freundschaften zu vertiefen.

 

Donnerstag, 12.03.
Am Donnerstag hieß es schließlich Abschied nehmen. Bereits um 7:15 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, um die Heimreise anzutreten. Trotz einiger Zugverspätungen blieb die Stimmung bis zum Schluss ausgelassen. Die Rückfahrt bot noch einmal Gelegenheit, gemeinsam auf die vergangenen Tage zurückzublicken und Erinnerungen auszutauschen.

 

Fazit
Die Erasmus+-Reise nach Straßburg war für uns weit mehr als nur eine Exkursion. Neben den spannenden Einblicken in die Arbeit der Europäischen Union und ihrer Institutionen sowie des Europarates war vor allem die Zusammenarbeit mit der Stauffenbergschule aus Frankfurt eine besondere Bereicherung. Durch die gemeinsamen Aktivitäten, Gespräche und Erlebnisse konnten neue Freundschaften entstehen und viele wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Die Reise hat gezeigt, wie verbindend europäischer Austausch sein kann, und wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben. 

3cGK, Christoph Kaufmann